Neuigkeiten
11.11.2013, 21:23 Uhr
Bundesvorstand EAK im Vorfeld der EKD-Synode
Familienpapier der EKD diskutiert
Beckstein nicht zum Vorsitzenden  gewählt, trotz Vorschlag des EKD-Vorstandes
Düsseldorf 10.11.2013 - Die Synode der EKD begann mit einem Eklat. Trotz einer Empfehlung des EKD-Vorsitzenden Nikolaus Schneider und des Vorstandes der Synode, wurde nach dem berechtigten Ausscheiden der bisherigen Vorsitzenden Katrin Göring-Eckardt ihr Stellvertreter Günther Beckstein nicht als ihr Nachfolger gewählt.gewählt, Kurzfristig wurde eine Vertreterin aus Bremen in die Gegenkandidatur geschickt, konnte sich aber in zwei Wahlgängen nicht durchsetzen. Auf eine dritte Kandidatur verzichtete Beckstein. Erst am späten Abend wurde schließlich mit Irmgard Schwätzer eine Kompromisskandidatin gefunden.
Der Bundesvorstand des EAK hat diese Abwahl mit Bestürzung zur Kenntnis genommen. So wird das bürgerliche Lager in der EKD weiter geschwächt, denn Frau Schwätzer kann nicht dazu gezählt werden und ist gewiß keine Freundin der CDU/CSU.
Auf der Bundesvorstandssitzung gab es eine lebhafte Diskussion zum EKD-Familienpapier. Einhellig wurde die Meinung vertreten, dass der Inhalt sehr einseitig auf vorgefertigte Rollenbilder der sog. Moderne ausgerichtet sei und nur Argumente zur Untermauerung dieser Thesen erwähnt würden.
Die Zusammensetzung der Kommission ließ aber schon nichts anderes erwarten.
Die Grundsatzkommission des EAK wird sich zeitnah mit den Thesen zur Ehe und Familie beschäftigen und eine eher politische Bewertung des Themas herausgeben und auf die Kirchen einwirken, echte Orientierungshilfe auch theologisch und nicht nur femenistisch  begründet zu erstellen. 
Die EKD- Synode hat nach langen , sehr emotionalen und kontroversen Debbatten eine Überarbeitung , bzw. Ergänzung des Papiers angekündigt.

Auch die Nordkirche  hat auf ihrer Herbstsynode von 21.-23. November in Travemünde  Zeit, sich dem Thema zu widmen. Vielleicht haben die Erfahrungen im Umgang mit der EKD-Schrift in Düsseldorf ja schon erhellende Wirkung auf die Vertreter der evangelischen  Kirchen bei uns.
Die Vorsitzende Karen Koop wird sich als Synodale  in diese Diskussion einmischen.
Zusatzinformationen